(Nach einer Erzählung von Ferdinand von Schirach)
Musik: Wolfgang Böhmer
Buch: Kamil Demian, Fabian Gerhardt
Gesangstexte: Fabian Gerhardt
Der Neuköllner Oper gelingt mit VERBRECHEN - TANATAS TEESCHALE eine fesselnde Milieustudie, die zwischen Krimi, Komödie und Gangsterballade oszilliert. Nach knapp zwei
Stunden Spielzeit zeigte sich das Premierenpublikum begeistert - ein düster-unterhaltsames Musical zwischen Realität, Surrealismus und Groteske. (Musical Today)
Das Stück verkehrt die herkömmliche Logik: "Ach, die großen Fische / Wurden bald gefangen / Als die kleinen Fische / Durch die Netze schwammen". Nur das sympathische Quartett Neuköllner
Kleinkrimineller kommt ungeschoren davon - alle, die das Geschäft angeblich professionell betreiben und an dem Coup des Quartetts mitverdienen wollten, müssen sterben. Die deutsche
Kriminalpolizei bleibt bei der Aufklärung und der Wiederherstellung der "Gerechtigkeit" völlig unbeteiligt, weil überfordert. Die Unterwelt regelt den Fall auf eigene Weise.
Roland H. Dippel in "Die deutscher Bühne" 14.February.2025:
Nur weil das Wort "Musical" die trefflichere Werbemarke abgibt, lautet der Untertitel dieser Uraufführung nicht Songspiel. Wolfgang Böhmers eindrucksvoll handlungsbezogene Musik zieht sich
auch durch viele Dialoge. Sie tapeziert das Kiezstück mit Sounds von Sondheim-naher Dichte und Dringlichkeit.